{"id":34,"date":"2017-09-12T00:28:23","date_gmt":"2017-09-12T00:28:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blindfish-and-sheep.de\/?p=34"},"modified":"2022-03-14T13:49:58","modified_gmt":"2022-03-14T13:49:58","slug":"red-rock-country-5-6-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blindfish-and-sheep.de\/?p=34","title":{"rendered":"Red Rock Country (5. \/ 6.9.)"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem wir das Kofferdebakel jetzt endlich hinter uns gelassen haben und wir uns hoffentlich auch nicht mit weiteren organisatorischen Fehlleistungen auseinandersetzen m\u00fcssen, k\u00f6nnen wir jetzt mal richtig entspannt in einen Urlaubstag starten. Dem 3 Palms in Scottsdale kehren wir trotzdem recht schnell den R\u00fccken, dieses Motel f\u00e4llt definitiv in die Kategorie der &#8222;Muss ich nicht zwei Mal haben&#8220;-Unterk\u00fcnfte. Alles wirkte ein bisschen schmuddelig, und was sich alles in dem hochfloorigen Teppich getummelt haben mag, will man lieber gar nicht so genau wissen. Zudem regte sich in der Nacht auch noch die Alarmanlage eines der geparkten Fahrzeuge, und wir sind zur Sicherheit mal lieber schnell aus den Betten geh\u00fcpft, um uns zu vergewissern, dass es sich nicht um unser Auto handelt.<\/p>\n<p>Da am Vorabend aufgrund des Labour Day in Scottsdale leider ziemlich tote Hose war, sind wir erst mal wieder dort hin zur\u00fcckgefahren, um uns das ganze mal bei Tageslicht und hoffentlich etwas mehr Betrieb anzusehen. So fr\u00fch wie wir war jedoch noch so gut wie niemand dort anzutreffen. Gl\u00fccklicherweise sind wir aber wenigstens in einem sehr netten Coffee Shop auf andere Lebewesen gesto\u00dfen. Die Suche nach etwas Essbarem gestaltet sich schon etwas schwieriger, in Scottsdale werden wir schliesslich nicht mehr f\u00fcndig und wir beschliessen, dass wir uns erst mal wieder auf den Weg machen und es vorerst dem Zufall \u00fcberlassen. Unser erstes Ziel f\u00fcr den Tag ist das Montezuma&#8217;s Castle National Monument, \u00dcberreste einer vermutlich indianischen Felsenbehausung. Dort angekommen treffen wir zun\u00e4chst auf eine sehr nette MItarbeiterin, die uns die Vorz\u00fcge eines Jahrespasses f\u00fcr die Besuche s\u00e4mtlicher Nationalparks in den USA vorrechnet. Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass sich das f\u00fcr uns nicht lohnt, tut es aber doch, und als dann auch noch unsere bisher geleisteten Zahlungenin anderen nationalen Einrichtungen angerechnet werden, wir der Tag f\u00fcr mich schon mal auf der Gewinnseite verbucht. Die Anlage selbst gibt auf den ersten Blick eigentlich nicht so viel her, man kann sie inzwischen nur noch von unten betrachten, es sind aber wieder einmal die Mitarbeiter, die das ganze zu einem Erlebnis machen. Wir treffen auf einen \u00e4lteren Herren, der hier ehrenamtlich arbeitet und allen, die es h\u00f6ren wollen, etwas \u00fcber die Hintergr\u00fcnde, die Geschichte und generell viel Wissenswertes \u00fcber die hier lebenden Native Americans erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Eine ganz \u00e4hnliche Situation finden wir auch an unserem n\u00e4chsten Stop, dem Tuziggoot National Monument vor. Hierbei handelt es sich um auf einem Berg entdeckte Pueblos eines Stammes mit ca. 240 Angeh\u00f6rigen. Wir sind zun\u00e4chst die einzigen Besucher der Anlage und profitieren so davon, dasswir einmal mehr eine sehr exklusive Betreuung durch das Personal erfahren d\u00fcrfen. Der Verwaltungsmitarbeiter holt ein paar seiner besonders wertvollen Artefakte hervor und beantwortet bereitwillig und geduldig all unsere Fragen. Erst als dann sp\u00e4ter noch ein paar andere Besucher den Weg zum Nationalmonument finden, brechen wir zur Weiterfahrt nach Sedona auf.<\/p>\n<p>Wir erreichen die Stadt in mitten der Red Rocks am fr\u00fchen Abend. Unsere Unterkunft f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden N\u00e4chte ist das Desert Quail Inn, das das f\u00fcr einen f\u00fcr sedonastische Verh\u00e4ltnisse vern\u00fcnftigen Preis gro\u00dfe Zimmer und vor allem gro\u00dfe Sauberkeit bietet. Diesmal ist zun\u00e4chst eine kurze Abk\u00fchlung im Pool notwendig. Mit dem Einbruch der D\u00e4mmerung werden aber die M\u00fccken schnell sehr aggressiv und wir fl\u00fcchten lieber schnell auf unser Zimmer, um uns dinnerfein zu machen. Sedona ist eine echte Biergegend und ich hab mir mal schon im Vorfeld einen Tap Room einer der vielen Brauereien f\u00fcr unser Abendessen ausgesucht. Nicht ber\u00fccksichtigt habe ich aber, dass hier in Sedona scheinbar bereits um 20 Uhr s\u00e4mtliche B\u00fcrgersteige hochgeklappt werden. Wir beeilen uns alle, damit wir unser Dinner nicht verpassen und finden unser Ziel auch nach kurzer Suche. Die Old Creek Brewery bietet laut ihres Internetauftritts echtes Arizona BBQ und ich freue mich schon den ganzen Tag auf Brisket, Ribs und ein kaltes Bier. Bis auf Bier finde ich auf der Karte im definitiv zu krass klimatisierten Lokal dann aber leider nichts, was den vollmundigen Ank\u00fcndigungen auf der Website entsprechen w\u00fcrde. Ich frage also unsere Waitress, die aber auch nicht zu wissen scheint, wovon ich spreche? Falsche Location? Negativ, wie der Check am Smartphone beweist. Vielleicht wissen die nix von ihrer Webseite oder es handelt sich um eine historische Version. Mit den Ribs habe ich zwar Gl\u00fcck, und auch das Sample Rack mit sieben verschiedenen Biersorten ist sehr lecker, aber bei gef\u00fchlten f\u00fcnf Grad bin ich irgendwie nicht so entspannt beim Essen. Irgendwann sp\u00e4ter wird es dann noch k\u00e4lter, und da sich um uns herum die Tische bereits leeren, vermuten wir dahinter eine Strategie und beenden unser Dinner ebenfalls. Statt einer Rechnung legt uns unsere Waitress dann erst mal das Etui mit ihrem Tagestrinkgeld auf den Tisch. Damit h\u00e4tten wir dann auch gleich mal unser Abendessen bezahlten k\u00f6nnen, als ehrliche Menschen geben wir ihr das Etui aber nat\u00fcrlich wieder mit, wor\u00fcber sie sich aber nur verhalten freut. <\/p>\n<p>Weil es in der Summe doch reichlich Bier f\u00fcr jeden von uns war und unsere Tage momentan sowieso immer sehr lang sind, fallen wir gleich ins Bett, die Berichterstattung muss erst mal warten.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen startet mit einem Fr\u00fchst\u00fcck im Red Rock Cafe, das sich gleich neben unserem Motel befindet. Wir haben alle gef\u00fchlt riesigen Hunger, lassen dann aber doch von allem die H\u00e4lfte auf dem Teller zur\u00fcck und beschlie\u00dfen, von jetzt an nur noch zwei Portionen zu ordern und diese dann durch drei zu teilen. Die Mengen, die hier aufgetischt werden, sind f\u00fcr den Standard-Mitteleurop\u00e4er eine echte Herausforderung.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck wartet mal wieder ein Event auf uns. Wir machen uns auf zum Shop von Pink Jeep Tours, besser gesagt zu einem der Shops, da dieses Unternehmen hier ein ganzes Imperium darstellt, bestehend aus mehreren Fillialen, Gift Shops und einer enormen Fahrzeugflotte. Einen der pinken Jeeps besteigen wir gegen 9 Uhr, um einen zweist\u00fcndigen Trip durch die Red Rocks zu wagen. Und tats\u00e4chlich ist es ein echtes Wagnis, denn die Route ist definitiv nur f\u00fcr stark umgebaute Fahrzeuge mit Vierradantrieb geeignet. Unser Guide hat sein Gef\u00e4hrt aber voll im Griff und meistert sowohl die steilsten Steigungen als auch die gef\u00fchlt senkrechten Gef\u00e4llestrecken ohne Probleme. Daneben erz\u00e4hlt er uns jede Menge Interessantes \u00fcber die Gegend, ihre Geschichte und die Entstehung der Red Rocks. <\/p>\n<p>Als wir schlie\u00dflich wieder reichlich durchgesch\u00fcttelt in Sedona ankommen, flanieren wir zun\u00e4chst ein bisschen durch das Zentrum und landen um die Mittagszeit in einem kleinen Cafe, wo uns ein St\u00fcck hausgemachter Pecan Chocolate Chip Cake begeistert. Neben uns sitzt ein \u00e4lterer Herr mit seiner Familie. Als ihm klar wird, dass wir aus Deutschland sind, f\u00f6rdert er aus seiner Erinnerung schnell alles zutage, was ihm aus seiner Zeit bei der Army im Ged\u00e4chtnis geblieben ist. Dabei handlet es sich weitestgehend um deutsche Grundnahrungsmittel wie &#8222;Schnitzel&#8220; oder &#8222;Sp\u00e4tzli&#8220;, am Ende gibt er aber auch eine astreine erste Strophe von &#8222;In M\u00fcnchen steht ein Hofbr\u00e4uhaus&#8220; zum besten.<\/p>\n<p>N\u00e4chster Punkt auf unserem Tagesplan ist das viel gepriesene mexikanische Crafts &amp; Arts Center Tlaque Paque. Das Setting und Ambiente sind tats\u00e4chlich auch ganz nett, inhaltlich bietet die Anlage aber nichts, was uns irgendwie anspricht. Wir h\u00e4tten gerne auch noch mal einen Snack zu uns genommen, aber auch in dieser Hinsicht entt\u00e4uscht die Location auf ganzer Linie. Wir landen schlie\u00dflich in einem ziemlich \u00fcberteuerten Bistro und kehren etwas erm\u00fcdet zu unserer Unterkunft zur\u00fcck. Wir beschlie\u00dfen, den Tag noch mal am Pool ausklingen zu lassen und legen uns mit unseren B\u00fcchern in die Nachmittagssonne, bis uns die M\u00fccken wieder daran erinnern, dass es langsam Zeit f\u00fcr ein Abendessen wird.<\/p>\n<p>Heute wollen wir mal nicht in ein Restaurant und haben uns statt dessen in einem Supermarkt ein paar Zutaten f\u00fcr ein improvisiertes Picknick vor unserer Motelt\u00fcre besorgt, Balkon gibt es hier leider keinen. Nach vorne raus kann man auch viel besser beobachten, was sich in so einem Motel so alles tut nach Einbruch der Dunkelheit. Die M\u00fccken haben uns irgendwann wiederentdeckt und weil wir hier um zehn Uhr sowieso immer schon sehr m\u00fcde sind, beschlie\u00dfen wir den Tag mit einer Flasche Bier aus der Brauerei vom Vortag.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem wir das Kofferdebakel jetzt endlich hinter uns gelassen haben und wir uns hoffentlich auch nicht mit weiteren organisatorischen Fehlleistungen auseinandersetzen m\u00fcssen, k\u00f6nnen wir jetzt mal richtig entspannt in einen Urlaubstag starten. 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