{"id":41,"date":"2017-09-13T06:51:03","date_gmt":"2017-09-13T06:51:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blindfish-and-sheep.de\/?p=41"},"modified":"2022-03-14T13:49:58","modified_gmt":"2022-03-14T13:49:58","slug":"leaving-home-11-09","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blindfish-and-sheep.de\/?p=41","title":{"rendered":"Leaving Home (11.09.)"},"content":{"rendered":"<p>Unser letzter Morgen in Page beginnt wetterm\u00e4\u00dfig wieder mit einem wolkenlosen und tiefblauen Himmel. Wir \u00fcberbr\u00fccken die Zeit bis zum Fr\u00fchst\u00fcck auf unserem Balkon mit dem Schreiben von Postkarten. Heute haben wir auch endlich Gelegenheit, Kristines vielger\u00fchmtes Fr\u00fchst\u00fcck zu genie\u00dfen. Es gibt eine gro\u00dfe Pfanne voll mit Gem\u00fcsefrittata mit Eiern und K\u00e4se und sehr leckeren Toast. Beim Fr\u00fchst\u00fcck lernen wir auch die \u00fcbrigen Mitbewohner kennen und es ist schon irgendwie lustig, dass alle mehr oder weniger die selben Orte anfahren, manche allerdings in entgegengesetzter Richtung. Ich finde unsere Gastgeberin echt klasse. Sie hat einen sehr feinen Sinn f\u00fcr Humor und verstr\u00f6mt f\u00fcr ihr fortgeschrittenes Alter f\u00fcr mich eine echt jugendliche Frische. Au\u00dferdem gibt sie sich &#8211; im Gegensatz zu vielen anderen Leuten, die wir auf unseren Reisen schon getroffen haben &#8211; viel M\u00fche, dass sie mit allen gleicherma\u00dfen kommunizieren kann, egal, wie gut entwickelt die jeweiligen Sprachkenntnisse sind. W\u00e4hrend ich unser Gep\u00e4ck ins Auto lade, gesellt sie sich auf eine Zigarettenl\u00e4nge zu unserem Herdenbaby und das HB hat endlich auch einmal die Gelegenheit, etwas mehr in Fahrt zu kommen, was das Kommunizieren mit den Einheimischen betrifft. Ja, wir haben uns hier definitiv sehr wohl gef\u00fchlt und das Grandview Inn ist mal wieder einer von inzwischen leider viel zu vielen Orten, an die wir gerne mal wieder zur\u00fcckkehren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes stehen drei Stunden Fahrt nach Tropic zum Bryce Canyon auf dem Programm. Als ich beim Losfahren dem Rest der Reisegruppe unser Tagesziel verrate, ist das Schafi erst mal \u00fcberw\u00e4ltigt von seiner Vorfreude. Die Strecke verl\u00e4uft gr\u00f6\u00dftenteils durch landschaftlich sehr reizvolle Abschnitte und die Fahrt ist sehr kurzweilig. Am Canyon angekommen m\u00fcssen wir uns erst mal etwas orientieren. Wir waren ja schon einmal hier und hatten uns damals auf den erstbesten ausgewiesenen Wanderweg begeben, instinktiv eine gute Entscheidung, was die mit nach Hause genommenen Fotos immer wieder belegen. Wir finden dann auch bald die von mir im Vorfeld recherchierten Einstiegspunkte f\u00fcr zwei Wanderungen, die gut in unseren Zeitplan passen w\u00fcrden, aus Gr\u00fcnden, die hier abern nicht weiter ausgef\u00fchrt werden sollen, entschlie\u00dfen wir uns letztlich doch nur f\u00fcr eine l\u00e4ngere Wanderung auf dem Rim Trail. Der Canyon wirkt auch von hier oben mehr als spektakul\u00e4r, zusammen mit den wei\u00dfen Wolken am tiefblauen Himmel ergeben sich auch von hier oben tolle Fotomotive. Irgendwann schafft es dann aber doch mal eine der zahlreich auf- und abziehenden Gewitterfronten, sich direkt in den Canyon zu schieben und da wir gerade unseren Picknick Lunch beendet haben, packen wir unsere sieben Sachen zusammen und fahren weiter zu unserer Unterkunft f\u00fcr heute.<\/p>\n<p>Das Bryce Trails Bed and Breakfast ist ein B&amp;B in Tropic, nur wenige Kilometer vom Eingang zum Nationalpark entfernt. Wir haben hier bereits vor sieben Jahren \u00fcbernachtet und fanden sowohl das Haus mit seinem stilvollen Ambiente als auch die Gastgeberin ganz toll. Auf unserer damaligen Reise geh\u00f6rte diese Location definitiv zu denen, die bleibende Erinnerungen geschaffen haben. Bei unserem Eintreffen wirkt das Haus leer, au\u00dfer uns scheint niemand da zu sein, leider auch niemand, der uns empf\u00e4ngt, so wie wir das von solchen H\u00e4usern eigentlich gew\u00f6hnt sind. Statt dessen sehen wir eine Notiz im Foyer, in der uns mitgeteilt wird, dass die Hausdame, die inzwischen einen anderen Namen hat, als noch vor sieben Jahren, was auf einen Besitzerwechsel hinzudeuten scheint, aufgrund eines Notfalls leider nicht hier sein kann und sich statt dessen eine Assistentin um alles k\u00fcmmern w\u00fcrde. Gut, um uns k\u00fcmmert sie sich scheinbar erst mal nicht. Wir finden einen Zimmerschl\u00fcssel mit unserem Namen darauf und beziehen unser Quartier. Als wir uns dort und sp\u00e4ter auch im Haus etwas genauer umsehen f\u00e4llt uns auf, dass sich das ganze B&amp;B inzwischen in einem eher fragw\u00fcrdigen Allgemeinzustand befindet. Verschmutzte Toiletten, tote Insekten auf den Fensterbrettern, fleckige Teppiche und dreckige Fenster, um mal nur die auff\u00e4lligsten zu nennen. Als wir uns sp\u00e4ter im Aufenthaltsraum mit der K\u00fcche etwas n\u00e4her umsehen fragen wir uns allm\u00e4hlich, ob hier \u00fcberhaupt noch ein regelm\u00e4\u00dfiger G\u00e4stebetrieb stattfindet. Die K\u00fcche ist unaufger\u00e4umt und schmuddelig, wir sind uns nicht sicher, ob wir m\u00f6chten, dass dort jemand etwas f\u00fcr uns kocht. Aufgrund der Erfahrungen und Erinnerungen, die wir mit diesem Ort verbinden, sind wir sehr entt\u00e4uscht. Ein bisschen Internetrecherche bringt noch merkw\u00fcrdigere Dinge zutage, ein Paar, das noch vor kurzem hier \u00fcbernachtet hat berichtet davon, dass es sich wohl bei der Besitzerin und ihrer Assistentin um ein und die selbe Person zu handeln scheint. Da wir uns hier in einem der hintersten Winkel von Utah befinden, ist uns angesichts solcher Geschichten schon nicht mehr so ganz wohl. Vor dem Haus treffen wir schlie\u00dflich auf ein \u00e4lteres Paar. Ich frage einfach mal nach, ob sie auch hier wohnen und wir kommen schnell ins Gespr\u00e4ch. Sie scheinen sehr dankbar f\u00fcr die Information, dass es hier auch schon mal andere Standards gegeben hat, sie hatten schon die Bef\u00fcrchtung, sie seien inzwischen durch ihre vielen Reisen etwas eigen und m\u00f6glicherweise sehr pingelig geworden. Als wir ihnen die Geschichte aus dem Internet erz\u00e4hlen, finden auch sie die ganze Sache eher etwas scary. Mit einer Empfehlung f\u00fcr das Abendessen, die sie uns mit auf den Weg geben, verabschieden wir uns bis zum n\u00e4chsten Morgen.<\/p>\n<p>Das Dinner nehmen wir heute im Rustler&#8217;s ein, einem eher rustikal-l\u00e4ndlichen Lokal, das sich f\u00fcr meinen Geschmack an zu vielen Dingen gleichzeitig versucht. Neben Steaks und BBQ finden sich auch mexikanische Gerichte auf der Karte sowie Burger und typisch amerikanische K\u00fcche. Victoria, unsere bulgarische Waitress allerdings ist wirklich sehr charmant und auch das bestellte Essen schmeckt durchweg gut und das noch zu einem vern\u00fcnftigen Preis. Am Ende serviert uns Victoria noch einen Kaffee auf&#8217;s haus, ganz so, als h\u00e4tte sie gewu\u00dft, dass wir heute gut noch einen kleinen Trost gebrauchen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Bryce Trails sind wir erstaunt, dass das Haus scheinbar doch komplett ausgebucht ist, darauf weisen zumindest zahlreiche vor dem Haus geparkte Fahrzeuge hin. Von dieser Tatsache etwas beruhigt begeben wir uns alsbald in unsere Betten. Das Herdenbaby macht leider noch den Fehler, sein Bettzeug einer genaueren Inspektion zu unterziehen. Wie ich immer wieder sage: Manchmal ist es auch \u00fcberhaupt kein Nachteil, ein Blindfish zu sein &#8230;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser letzter Morgen in Page beginnt wetterm\u00e4\u00dfig wieder mit einem wolkenlosen und tiefblauen Himmel. Wir \u00fcberbr\u00fccken die Zeit bis zum Fr\u00fchst\u00fcck auf unserem Balkon mit dem Schreiben von Postkarten. Heute haben wir auch endlich Gelegenheit, Kristines vielger\u00fchmtes Fr\u00fchst\u00fcck zu genie\u00dfen. 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