{"id":67,"date":"2017-09-17T18:16:44","date_gmt":"2017-09-17T18:16:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blindfish-and-sheep.de\/?p=67"},"modified":"2022-03-14T13:49:58","modified_gmt":"2022-03-14T13:49:58","slug":"from-hell-to-heaven-15-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blindfish-and-sheep.de\/?p=67","title":{"rendered":"From Hell to Heaven (15.9.)"},"content":{"rendered":"<p>Die Optionen f\u00fcr ein schnelles und g\u00fcnstiges Fr\u00fchst\u00fcck im Death Valley, speziell in unserer kleinen Oase Furnace Creek, sind nicht so \u00fcppig vorhanden, weshalb wir uns wider besseren Wissens daf\u00fcr entscheiden, das Buffet-Restaurant aufzusuchen. Wir geraten zu noch sehr fr\u00fcher Stunde an eine besonders lustige T\u00fcrsteherin, die meine Frage nach dem Preis f\u00fcr das Fr\u00fchst\u00fcck mit &#8222;It&#8217;s 100 Dollar&#8220; beantwortet. Gut, sie kann nicht wissen, dass ich noch keinen Kaffee hatte und sie noch dazu auch nur schlecht verstanden habe, weil sie eine ziemliche Piepsstimme hat, und ich sehe sie erst mal nur ziemlich entgeistert an. Als sie merkt, dass ihr spezieller Humor nicht z\u00fcnden will, korrigiert sie ihre Offerte auf 12,95 Dollar. Weil ich schon in \u00dcbung bin, behalte ich meinen Gesichtsausdruck noch ein bisschen bei, vielleicht geht ja noch mal was beim Preis, aber es tut sich nichts mehr und wir \u00fcbergeben ihr unsere Kreditkarte und d\u00fcrfen rein. Das Angebot entspricht einem durchschnittlich amerikanischem Fr\u00fchst\u00fccksbuffet, es gibt \u00fcberwiegend Convenience-Produkte., aber es schmeckt nicht schlecht und jeder findet was, mancher verliert aufgrund des Angebots auch erst mal die Kontrolle und leidet sp\u00e4ter an den Folgen.<\/p>\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter sitzen wir schon wieder in unserem kleinen Grauen, unterwegs in Richtung Nordwesten. Wir stoppen noch f\u00fcr ein paar Fotos an den Mesquite Flat Sand Dunes, weitere Wanderungen unternehmen wir aber nicht, die Distanzen sind vom Parkplatz aus doch recht weit und wir wollen nicht schon unsere gesamten Tagesenergien f\u00fcr einen Marsch im Sand unter der schon sehr intensiven Sonne verbraten.<\/p>\n<p>Durch die aufgrund des bereits verbrauchten Datenvolumens meines Mobilfunkanschlusses eingeschr\u00e4nkte Recherchem\u00f6glichkeit gelingt es mir nicht, die richtige Abfahrt zur Movie Loop Road in den Alabama Hills zu finden. Nach allem was ich bisher gelesen hatte, h\u00e4tte man sie eigentlich nicht verfehlen k\u00f6nnen, wenn man wie wir aus dem Valley durch Lone Pine f\u00e4hrt, aber wir haben das entsprechende Schild einfach nicht gesehen. Also fahren wir nach einem kurzen Tank-und-Snack-Stop direkt weiter zu unserem Tagesziel f\u00fcr heute, der Village Lodge in Mammoth Lakes.<\/p>\n<p>Unser Zimmer gleicht diesmal eher einer Ferienwohnung, es gibt eine voll ausgestattete K\u00fcche, einen Essbereich sowie ein Wohnzimmer mit Kamin und ein separates Schlafzimmer, alles zu einem erschwinglichen Preis. Mammoth Lakes ist l\u00e4ngst nicht mehr nur ein Magnet f\u00fcr alle Wintersportler, den Rest des Jahres tummeln sich hier die Down Hill Biker und eine Menge Hiker, die das umfangreiche Seengebiet zu Fu\u00df erkunden. Und es gibt jede Menge Leute wie wir, die den Ort nur als Stop Over f\u00fcr eine Nacht nutzen, was &#8211; wie uns eine \u00e4ltere Dame im Lift erkl\u00e4rt &#8211; eine echte Schande sei. Recht hat sie, denn auch wenn es hier ein bisschen aussieht wie im heimischen Schwarzwald und man f\u00fcr dieses Erlebnis nicht so weit h\u00e4tte reisen m\u00fcssen, sch\u00f6n ist es tats\u00e4chlich, auch wenn auf den umliegenden Berggipfeln bereits Schnee zu sehen ist, was nach 40 Grad im Death Valley mal einfach gar nicht geht. Auf unserer H\u00f6he ist es aber im Sonnenschein noch angenehm warm. Und weil wir noch ziemlich fr\u00fch dran sind, beschlie\u00dfen wir, gleich noch ein Ziel in Angriff zu nehmen, das wir eigentlich erst f\u00fcr den Folgetag auf der Agenda hatten.<\/p>\n<p>Der Mono Lake liegt ca. eine halbe Stunde Fahrt von unserer Unterkunft entfernt, dank unseres Annual Pass f\u00fcr die Nationalparks kommen wir auch hier mal wieder kostenlos rein, die 80 $ waren tats\u00e4chlich eine sehr lohnenswerte Investition. Schon auf dem Weg zum See sehen wir zahlreiche der korallen\u00e4hnlichen Gebilde, die sich nach dem drastischen R\u00fcckgang des Wasserspiegels des Sees jetzt im Trockenen befinden. Am Ufer sehen wir dann aber noch wesentlich mehr der bizarren Gebilde, ein toller Anblick in der schon tief stehenden Nachmittagssonne. Von der Idee, wenigstens mal ein bisschen durch das flache Uferwasser zu waten, halten uns dann allerdings gigantische Schw\u00e4rme von sich auf dem Wasser tummelnden Fliegen ab. Wie uns eine sp\u00e4tere Infotafel erkl\u00e4rt, handelt es sich um eine Art, die sich den speziellen Bedingungen hier angepasst hat. Die Tiere k\u00f6nnen tauchen und legen ihre Eier unter Wasser in einer Art Gallerth\u00fclle ab. Die Insekten k\u00f6nnen bis zu 15 Minuten unter Wasser bleiben, angesichts des Gewusels an der Oberfl\u00e4che scheinen sie davon nicht so viel Gebrauch zu machen.<\/p>\n<p>Nach der R\u00fcckkehr in Mammoth Lakes haben dann schon alle ein mehr oder weniger gro\u00dfes Loch im Bauch und wir entschlie\u00dfen uns, den von mir vorausgew\u00e4hlten Ort f\u00fcr unser heutiges Dinner jetzt gleich aufzusuchen. Bei der Vorabrecherche erweckte die Mammoth Brewing Company mein Interesse, eigentlich eher aufgrund der auf der Webseite gelisteten Seasonals als wegen dem angebotenen Essen, ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das \u00fcberhaupt n\u00e4her in Augenschein genommen habe. Zum Gl\u00fcck ist die Brauerei diesmal wenigstens zu Fu\u00df von unserem Hotel erreichbar, so dass heute mal alle in den Genuss kommen k\u00f6nnen und kein Fahrer ben\u00f6tigt wird. Wir finden die Brauerei schnell, sind dann aber erst mal etwas irritiert, da auf einem Schild eine Privatveranstaltung angezeigt wird und sich jede Menge Menschen in unterschiedlichen Schlangen anstellen. Zum Gl\u00fcck bemerkt eine der Angestellten unsere ratlosen Gesichter und wir fragen, ob wir denn hier heute auch essen k\u00f6nnen. K\u00f6nnen wir, und nach kurzer Unterweisung sind uns auch die unterschiedlichen Schlangen klar. Die n\u00e4chste Herausforderung stellt sich dann beim Blick auf das Menu. Wie hier schon oft erlebt steht da nicht nur &#8222;Currywurst&#8220; auf der Karte sondern es wurde vermutlich ein ehemaliger Student der Sprach- und Literaturwissenschaft engagiert, um die Currywurst in einem kleinen Heldenepos zu besingen. Die sch\u00f6nsten Zitate daraus wandern dann auf die Speisekarte, um das Gericht, sei es auch noch so einfach, kundenwirksam in Szene zu setzen. Gut, einfach klingt hier aber erst mal gar nix, und wenn, dann nur auf den ersten Blick, wie im Falle des &#8222;Damn Good Burgers&#8220;, der es aufgrund seiner blumigen Beschreibung auch gleich auf unsere Checkliste schafft. Dazu eine Portion Fritten, die hier aus Brotteig hergestellt werden, dazu noch ein Pulled Pork Burger und ein aus sieben kleinen Gl\u00e4sern bestehender Streifzug durch die hier hergestellten Seasonal Brews, fertig ist das Dinner, das vermutlich auch die komplette Familie Wolny satt gemacht h\u00e4tte, auch wenn die vermutlich die hervorragende Qualit\u00e4t des Essens nicht zu sch\u00e4tzen gewusst h\u00e4tten. Wir hingegen sind begeistert, vermutlich aber einfach nichts mehr gew\u00f6hnt, denn das Men\u00fc f\u00fcr zwei macht uns drei so satt, dass wirklich nichts mehr reingehen w\u00fcrde. Zudem wandern drei der insgesamt sieben verkosteten Biere auf unsere Favoritenliste. Entsprechend entt\u00e4uscht sind wir, als wir feststellen m\u00fcssen, dass davon nur eines in Flaschen zum Verkauf angeboten wird. Einen kompletten Growler einer der anderen beiden Sorten wollen wir dann doch nicht mit auf die weitere Reise nehmen. Daf\u00fcr nehmen wir f\u00fcr einen heimischen Nachbauversuch den erl\u00e4uternden Zettel mit, auf dem die jeweiligen Zusammensetzungen und Brauverfahren recht detailliert beschrieben werden. Letztendlich wandern zwei endlich mal anst\u00e4ndig gro\u00dfe Flaschen in unseren Koffer, die es aber vermutlich nicht bis mit nach Hause schaffen, allenfalls die Flaschen werde ich als Andenken f\u00fcr die Sammlung auf unserem K\u00fcchenschrank retten k\u00f6nnen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Optionen f\u00fcr ein schnelles und g\u00fcnstiges Fr\u00fchst\u00fcck im Death Valley, speziell in unserer kleinen Oase Furnace Creek, sind nicht so \u00fcppig vorhanden, weshalb wir uns wider besseren Wissens daf\u00fcr entscheiden, das Buffet-Restaurant aufzusuchen. 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